Bericht des Aufsichtsrats
Dr. Ralf Bethke
Vorsitzender des Aufsichtsrats
der folgende Bericht informiert gemäß § 171 Abs. 2 AktG über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2009. Schwerpunkte unserer Sitzungen und unserer Beratungen mit dem Vorstand waren insbesondere die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Geschäftslage der K+S Gruppe sowie der Erwerb des amerikanischen Salzproduzenten Morton Salt und die damit verbundenen Kapitalmaßnahmen. Darüber hinaus wurden unter anderem die mittelfristige Vorausschau, die Währungssicherung, das Investitionsprogramm und Projekte zur Erweiterung der Rohstoffbasis intensiv erörtert.
Kontinuierlicher und konstruktiver Dialog mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. Wir waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement waren angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise stets in unserem Fokus. Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf der einzelnen Geschäftsbereiche erläuterte der Vorstand ausführlich und zeigte Handlungsoptionen auf.
Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen – soweit erforderlich – Beschlüsse gefasst. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und besondere anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben von Fall zu Fall wesentliche Themen der Tagesordnungen in jeweils gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen beraten.
Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend schriftlich informiert.
Die Präsenz in den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 91 %; kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten jeweils in vollständiger Besetzung.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2009 fanden insgesamt acht Aufsichtsratssitzungen statt.
In außerordentlichen Sitzungen am 16. und 28. Januar 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit verschiedenen Optionen sowie Zielsetzungen der strategischen Weiterentwicklung der K+S Gruppe befasst.
In der Sitzung am 11. März 2009 haben wir den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, die Lageberichte und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2008 geprüft und die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden auch angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise eingehend erörtert. Für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wurden insbesondere der Umfang der Kurzarbeit sowie die Auswirkungen der notwendigen Produktionskürzungen auf die Belegschaft und das voraussichtliche Ergebnis vom Vorstand ausführlich dargelegt. Der Aufsichtsrat hat außerdem die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2009 verabschiedet.
Am 31. März 2009 befasste sich der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung abschließend mit dem Erwerb der Morton International Inc. (Morton Salt). Der Vorstand informierte ausführlich über die Gründe, die dazu geführt haben, dass sich Dow Chemical von Morton Salt trennen wollte. Das Profil der Firma, die strategische Passfähigkeit zur K+S Gruppe, die wesentlichen Feststellungen der DueDiligence-Prüfung, die Kernpunkte des Kaufvertrags, die Finanzierung sowie die Überlegungen zur Integration von Morton Salt in die K+S Gruppe wurden umfassend dargelegt.
Der Aufsichtsrat legte in seiner Beratung mit dem Vorstand besonderes Augenmerk auf die Identifikation und Quantifizierung der Umweltrisiken, die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Transaktionsstruktur, die seitens Dow Chemical gewährten Garantien sowie auch auf die Finanzierung. Bei der Bewertung von Morton Salt, die durch ein externes Gutachten einer namhaften Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gestützt wurde, hat der Aufsichtsrat die Planansätze für die Bewertung auch vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise kritisch hinterfragt. Der vom Vorstand auf Basis dieser Bewertung verhandelte Kaufpreis entsprach der Anforderung an Akquisitionsprojekte der K+S Gruppe, eine angemessene Prämie auf die Kapitalkosten des Konzerns zu verdienen. Großes Augenmerk wurde auch auf die Produktivität und Optimierungspotenziale der einzelnen Standorte, die Reichweiten der Salzlagerstätten sowie die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten der starken Marken Umbrella Girl® und Windsor Castle® gelegt. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem vom Vorstand ausgearbeiteten Integrationsplan; der Aufsichtsrat unterstützte diesen und regte an, das Integrationsteam auch in kultureller Hinsicht auf die bevorstehenden Aufgaben speziell vorzubereiten.
Am 12. Mai 2009 informierte uns der Vorstand über die Ergebnisse und Entwicklungen der Geschäftslage im ersten Quartal. Außerdem befassten wir uns mit dem Sachstand verschiedener Projekte, die geeignet wären, die künftige Rohstoffbasis des Unternehmens zu erweitern. Auf Vorschlag des Personalausschusses wurde beschlossen, den bis 11. Mai 2010 befristeten Vertrag von Herrn Steiner um fünf Jahre zu verlängern. Ferner wurde mit Herrn Jan Peter Nonnenkamp ein weiteres Vorstandsmitglied mit Wirkung vom 1. Juni 2009 für drei Jahre bestellt.
In einer außerordentlichen Sitzung am 6. August 2009 informierte uns der Vorstand über die von den Planungen abweichenden Entwicklungen der Geschäftslage im zweiten Quartal. Im Anschluss wurde eingehend die rückläufige Preis- und Absatzentwicklung bei Einzel- und Mehrnährstoffdüngern diskutiert. Der Vorstand berichtete über die ergriffenen operativen Gegenmaßnahmen, die Liquiditätsplanung, das Rating der K+S Gruppe sowie die allgemeine Finanzsituation. Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalstruktur wurden aufgezeigt.
In der Sitzung am 26. August 2009 haben wir die Geschäftslage des ersten Halbjahres sowie den Ausblick für das Gesamtjahr 2009 ausführlich erörtert. Dabei standen insbesondere die deutlich niedrigeren Umsätze und Ergebnisse im Düngemittelbereich, das Ausmaß der zu diesem Zeitpunkt zur Produktionsanpassung weiterhin erforderlichen Kurzarbeit, negative Einmaleffekte bei Stickstoffdüngemitteln, aber auch die erfreuliche Geschäftsentwicklung im Salzgeschäft im Vordergrund.
Der Vorstand wurde in seiner Absicht unterstützt, eine eventuelle Kapitalerhöhung mit bzw. ohne Bezugsrecht vorsorglich parallel vorzubereiten, um bei Bedarf ein flexibles Handeln sicherzustellen. Ferner stimmte der Aufsichtsrat nach dem entsprechenden Bericht des Vorstands der Ausgabe einer Unternehmensanleihe, ihrem Umfang und ihren Konditionen zu. Anschließend berichtete der Vorstand über den Stand und die Perspektiven der Salzwasserentsorgung im hessisch-thüringischen Kalirevier sowie die in den kommenden Jahren damit verbundenen und von der Geschäftsentwicklung unabhängigen hohen Investitionen und Kostenbelastungen, mit denen sich K+S an der Grenze des für die betroffenen Werke wirtschaftlich Zumutbaren bewegt. Um sensible Informationen noch besser zu schützen und die Behandlung eventueller Interessenkonflikte im Aufsichtsrat näher zu regeln, wurde eine „Leitlinie zum Umgang mit vertraulichen Informationen und Interessenkonflikten im Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft“ beschlossen. Schließlich berichtete der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über den Status der Compliance-Organisation und das Compliance-Programm der K+S Gruppe sowie die Einschätzung des Ausschusses, dass das Thema vom Vorstand angemessen gehandhabt wird.
In der letzten Sitzung des Jahres, am 25. November 2009, erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Jahresumsatz sowie das -ergebnis der K+S Gruppe. Die schwierige Situation auf den Düngemittelmärkten, insbesondere die rückläufige Preisentwicklung durch die starke Kaufzurückhaltung bei Kalidüngemitteln auf den Weltmärkten, sowie deren Ursachen standen dabei erneut im Vordergrund. Anschließend informierte er den Aufsichtsrat über den Stand der Integration von Morton Salt sowie die neue Organisation des Geschäftsbereichs Salz. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Planung 2010 sowie der mittelfristigen Vorausschau, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens für die Folgejahre. Die Pläne wurden auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen sorgfältig überprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat wurde ferner vom Vorstand über den Stand des umfangreichen Maßnahmenpakets zur Reduzierung salzhaltiger Wässer an der Werra unterrichtet. Sodann befassten wir uns eingehend mit der geplanten Kapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital. Es bestand Einvernehmen darüber, mit der Kapitalerhöhung auch für den Fall weiter rückläufiger Düngemittelpreise eine solide Bilanzstruktur und die Aufrechterhaltung eines Investment Grade Ratings sicherzustellen. Daher stimmte der Aufsichtsrat nach intensiver Aussprache dem Beschluss des Vorstands zu, eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem angestrebten Bruttoerlös von knapp 690 Mio. € durchzuführen, und entschied, die Satzung entsprechend zu ändern. Anschließend befassten wir uns mit der Währungssicherungspolitik und den dazu eingesetzten Instrumenten, den Vertragsbeziehungen mit der BASF SE bei Stickstoffdüngemitteln sowie der Entsprechenserklärung 2009/2010. Schließlich erörterten wir das Ergebnis der Auswertung des von den Mitgliedern des Aufsichtsrats beantworteten Fragebogens zur Effizienzprüfung; die Ergebnisse lieferten wichtige Anregungen für die künftige Arbeit im Aufsichtsrat wie auch in den Ausschüssen.
Ausschusssitzungen
Zur Wahrnehmung und Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtrat vier ständige Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. Im Jahr 2009 wurde zusätzlich vorübergehend ein Sonderausschuss zum Thema Kapitalerhöhung gebildet, der aus den Mitgliedern des Prüfungsausschusses bestand und dessen Vorsitz der Aufsichtsratsvorsitzende innehatte. Die Ausschüsse bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Außer im Prüfungsausschuss führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen wurde in den nachfolgenden Plenumssitzungen berichtet. Eine Übersicht über die ständigen Ausschüsse und ihre personelle Besetzung finden Sie im Anhang. und auf der Internetseite der K+S Aktiengesellschaft unter der Rubrik Corporate Governance.
Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2009 dreimal zusammen. Außerdem erfolgten zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und dem Vorstandsvorsitzenden am 5. Mai sowie am 5. August und 4. November zusätzlich mit dem Finanzvorstand per Telefonkonferenz die Erörterungen der jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsberichte. Der Ausschuss prüfte am 3. März 2009 im Beisein des Vorstandsvorsitzenden und der Abschlussprüfer den Jahresabschluss 2008 der K+S Aktiengesellschaft, den Konzernabschluss 2008, die jeweiligen Lageberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag; dabei wurde den alten wie den neuen Währungssicherungsmaßnahmen sowie der Entwicklung der bergbaulichen Rückstellungen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Prüfungsausschuss beschloss außerdem die Empfehlung an das Plenum für einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2009 an die Hauptversammlung. In diesem Zusammenhang wurde die gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Unabhängigkeitserklärung der Deloitte & Touche GmbH eingeholt. Am 26. August 2009 beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Compliance-System der K+S Gruppe; hierzu informierte der Vorstandsvorsitzende über die aktuelle Organisation einschließlich der vom Vorstand verabschiedeten Richtlinie „Compliance Organisation in der K+S Gruppe“ sowie das Compliance-Programm. Außerdem erörterte der Ausschuss Schwerpunkte für die Abschlussprüfung 2009 und diskutierte die Vergütung des Abschlussprüfers. Schließlich berichtete der Vorstand über die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Am 25. November 2009 informierte sich der Prüfungsausschuss über die Entwicklung von Spenden, Berater- und sonstigen Einmalkosten sowie über die Arbeitsweise der internen Revision. Der Ausschuss befasste sich ferner mit dem Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer an die Hauptversammlung 2010.
Der Personalausschuss, der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2009 fünfmal zusammen.
Er beschäftigte sich mit Mandatsabläufen, der Empfehlung an das Plenum – der Bestellung von Jan Peter Nonnenkamp als Vorstandsmitglied –, der Änderung der Change-of-Control-Klausel in den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder sowie mit den sich aus dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung ergebenden Anpassungsnotwendigkeiten.
Der Nominierungsausschuss sowie der nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes zu bildende Vermittlungsausschuss wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen.
Vorstandsvergütungssystem
Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen in 2009 sowie die aktuelle Struktur des Vergütungssystems finden Sie hier. In seiner Sitzung am 10. März 2010 hat der Aufsichtsrat – insbesondere auch im Hinblick auf die sich durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung ergebenden Neuerungen – auf Empfehlung des Personalausschusses beschlossen, bei anstehenden Änderungen bzw. Neuabschlüssen von Vorstandsanstellungsverträgen ein teilweise geändertes Vergütungssystem zu praktizieren. Dies betrifft insbesondere das Anreizsystem für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sowie die Pensionszusagen.
Rechtzeitig vor unserer ordentlichen Hauptversammlung am 11. Mai 2010, in der dem Vergütungssystem ein eigener Tagesordnungspunkt gewidmet sein wird, wird der Aufsichtsrat dieses modifizierte Vergütungssystem auf der Internetseite der K+S Gruppe veröffentlichen und über den Stand seiner Umsetzung berichten.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit der Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance-Regelungen im Unternehmen. Ausführliche den Aufsichtsrat betreffende Informationen finden sich im Corporate Governance-Kapitel des Finanzberichts. Im abgelaufenen Jahr haben Aufsichtsrat und Vorstand die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 erörtert und in der Sitzung am 25. November 2009 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2009/2010 verabschiedet, die mit nur einer Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der jeweiligen Fassung des Kodex entspricht; auch die Anregungen des Kodex werden mit nur zwei Ausnahmen befolgt. Sie finden die Entsprechenserklärung auf der Internetseite der K+S Aktiengesellschaft unter der Rubrik Corporate Governance und im Finanzbericht.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde an gesetzliche Neuerungen angepasst; so ergeben sich zum Beispiel die Aufgaben des Prüfungsausschusses nunmehr aus § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG sowie Ziffer 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2009
Die Deloitte & Touche GmbH, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft sowie den auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der Deloitte & Touche GmbH, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2010 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 10. März 2010, in der der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie die Abschlussprüfer der Deloitte & Touche GmbH ausführlich über das Ergebnis ihrer Prüfungen berichteten, umfassend behandelt. Weder Deloitte & Touche noch der Prüfungsausschuss haben Schwächen des auf den Rechnungslegungsprozess bezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems festgestellt. In der Sitzung wurden alle Fragen vom Vorstand und den Abschlussprüfern erschöpfend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S Aktiengesellschaft sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und folgte dem Vorschlag des Prüfungsausschusses auch insoweit, als er die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2009 billigte; der Jahresabschluss 2009 der K+S Aktiengesellschaft wurde damit festgestellt. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde ebenfalls im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S Gruppe hin überprüft. Nach ausführlicher Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Die Herren Heinz-Gerd Kunaschewski und Friedrich Nothhelfer haben ihr Amt als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat jeweils zum 31. Juli 2009 niedergelegt. Auf gemeinsamen Antrag der IG Bergbau, Chemie, Energie und des Konzernbetriebsrats wurden an ihrer Stelle die Herren Ralf Becker und Harald Döll durch das Amtsgericht Kassel zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt.
Herr Dr. Uwe-Ernst Bufe hat sein Amt als Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zum 31. August 2009 niedergelegt. Dieser Entscheidung von Dr. Bufe lag der Wunsch von MCC/ EuroChem, dem größten Aktionär der Gesellschaft, nach einem Sitz im Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft zugrunde. Dr. Bufe hat sich nach intensiver Diskussion der Gremien bereit erklärt, sein Mandat niederzulegen, um damit MCC/EuroChem den Weg für eine Vertretung im Aufsichtsrat freizumachen. Der Aufsichtsrat ist Dr. Bufe für diesen Schritt außerordentlich dankbar. Nach Diskussion mit den Mitgliedern des Nominierungsausschusses und im Aufsichtsrat wurde Herr George Cardona auf Antrag des Aufsichtsratsvorsitzenden durch das Amtsgericht Kassel bis zur Beendigung der nächsten Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 10. März 2010 beschlossen, der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 vorzuschlagen, Herrn Cardona für die Dauer von fünf Jahren in den Aufsichtsrat zu wählen. Den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern haben wir für die gute Zusammenarbeit und die konstruktive Begleitung des Unternehmens und des Vorstands gedankt.
Der Aufsichtsrat spricht ferner den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr hohes Engagement und die in dem sehr schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.
Kassel, 10. März 2010
Für den Aufsichtsrat
Dr. Ralf Bethke
Vorsitzender
















